BestiariumBrombeerschwanz

Brombeerschwanz

Brombeerschwanz

gemeinsam
Wald
Ein kleines, langstacheliges Wesen, bedeckt mit moosigen, beerenbehangenen Brombeeren, die abfallen, während es durchs Unterholz huscht. Ich frage mich, wie die Beeren wohl schmecken…

Das Brombeerschwanz ist ein kurioses kleines Energiebündel, das selten länger als ein paar Sekunden stillsteht. Dicht bedeckt mit moosigen Brombeersträuchern und übersät mit kleinen, bunten Beeren, sieht es aus, als hätte ein Stück Wald beschlossen, aufzustehen und umherzuwandern.

Während das Brombeerschwanz durchs Unterholz huscht, verliert es nach und nach sein dornenbedecktes Fell. Winzige Zweige, Blätter und Beeren fallen hinter ihm her und hinterlassen eine feine Spur, die je nach Beobachter entweder den Weg weist oder verwirrt. Interessanterweise wurzeln diese abgeworfenen Beeren oft, wodurch das Brombeerschwanz unwissentlich zum Gärtner des Waldbodens wird.

Niemand scheint genau zu wissen, wie die Beeren schmecken – und das ist wohl auch gut so. Sie sehen zwar verlockend aus, aber ihre Wirkung ist unberechenbar. Manche Reisende behaupten, sie seien süß und belebend, andere wiederum, sie schmeckten sauer und verursachten lebhafte Träume oder leichte Halluzinationen. Die Brombeerschwanz selbst scheint sie nicht besonders zu beschützen, wird aber scheu, wenn man sie zu grob behandelt. Das Verhalten der Brombeerschwanz ist scheu, aber nicht unfreundlich. Oft verharrt sie nur kurz, um jemanden aus sicherer Entfernung zu beobachten, wobei ihre kleinen Augen unter dem Grün hervorlugen. Fühlt sie sich sicher, nähert sie sich vielleicht sogar kurz, bevor sie in einem Wirbel aus Blättern und Zweigen wieder davonhuscht. Obwohl sie keine wirkliche Bedrohung darstellt, ist die Brombeerschwanz ein perfektes Beispiel dafür, wie sich der Wald still ausbreitet und erneuert. Man bemerkt ihre Arbeit vielleicht nicht sofort – aber mit der Zeit ist ihr Einfluss überall spürbar.